Neben verschiedenen anderen Aktivitäten stellt die Jugend der Kreis-WW Altötting
ihr Können recht erfolgreich bei den jährlich auf den verschiedenen
Verbandsebenen stattfindenden Jugendwettbewerben im Rettungsschwimmen unter
Beweis. Neben guten schwimmerischen und rettungsschwimmerischen Fähigkeiten
sind hier ebenso fundierte Kenntnisse in Erster Hilfe (Theorie und Praxis),
Wasserwacht-Wissen und Naturschutz gefragt.
„Die Anfänge“
Den Grundstein dieser Wettbewerbs-Tradition bildete zunächst die Teilnahme
einzelner Ortsgruppen an Bezirkswettbewerben der Jugend Mitte der 1980er
Jahre. Ende der 1980er Jahre wurde dann ein eigener Kreiswettbewerb eingeführt,
der bis heute über eine Teilnahme am Bezirkswettbewerb (oberbayerische
Meisterschaften) entscheidet. Seit der Senkung des Eintrittsalters auf 6 Jahre
(1989/90) wird der Wettbewerb in 3 Altersstufen (8-10, 11-13, 14-16 Jahre)
durchgeführt. Eine kurze landesweite Erweiterung um eine Stufe IV (ab 2002;
16-18 Jahre) wurde 2004 wieder zurück genommen.
Der Kreiswettbewerb
Wurden
zu Beginn etwa 3 – 4 Ortsgruppen mit etwa 40 Teilnehmern gezählt, konnte
hier ab Mitte der 1990er Jahre ein stetig zunehmendes Interesse verzeichnet
werden. Mittlerweile beteiligen sich im Schnitt etwa 6 der 8 Ortsgruppen mit
110 – 130 Teilnehmern an diesem zweitägigen Ereignis. Neben dem
Wettbewerbsgeschehen an sich ist hier auch eine gute Gelegenheit, sich
untereinander kennen zu lernen und Ortsgruppen-übergreifende Freundschaften
zu knüpfen und zu pflegen. Des Weiteren besteht auch für Teilnehmer, die
nicht in den offiziellen Stufen starten können oder wollen die Möglichkeit,
ihre Fähigkeiten in verschiedenen Sonderklassen zu testen und mit anderen zu
messen.
Der Bezirkswettbewerb
Nach
etwa 12 – 16 wöchiger Vorbereitung steht für die Mannschaften der
Kreiswasserwacht Altötting zwischen März und April der dreitägige
Bezirkswettbewerb an. Hier heißt es, sich in 6 schwimmerischen
Staffeldisziplinen, EH-Praxis, EH-Theorie, Wasserwacht-Wissen und Naturschutz
mit den besten Mannschaften der 20 weiteren Kreiswasserwachten in Oberbayern
zu messen. Mit zunehmender Erfahrung der Betreuer (und auch der Teilnehmer)
konnte hier nach und nach eine sehr beachtliche Bilanz verzeichnet werden. War
von 1985 – 1990 noch kein oberbayerischer Titel in greifbarer Nähe, wurden
von 1991 – 1999 schon etwa 8 Titel für die Kreiswasserwacht sowie mehrere
weitere Platzierungen unter den ersten 3 erzielt. Dieses Ergebnis wurde in den
Jahren 2000 – 2005 mit bisher 12 Titeln (von 18 möglichen) und keiner
Platzierung schlechter als 3. noch einmal deutlich übertroffen. Jeder Titel
bedeutet hier außerdem die Qualifikation für den Landeswettbewerb.
Der Landeswettbewerb
Etwa
8 – 12 Wochen nach dem Bezirksentscheid finden mit dem Landeswettbewerb die
Bayerischen Meisterschaften im Rettungsschwimmen der Jugend statt. Bei diesen
Gelegenheiten durften sich in den letzten Jahren sehr häufig Mannschaften der
KWW Altötting mit den jeweils besten Mannschaften der anderen 4 Bezirksverbände
messen. Auch hier konnten in den letzten Jahren beeindruckende Resultate
erzielt werden. Waren von 1985 bis 1999 ein einziges Mal ein Sieg auf
bayerischer Ebene sowie einige Platzierungen unter den ersten 3 möglich, so
konnten in den Jahren 2000 – 2005 neben 6 Medaillen-Platzierungen 5
bayerische Meistertitel in den Landkreis Altötting geholt werden.
Der Bundeswettbewerb
Im Spätsommer findet – bei der Jugend allerdings nur im zweijährigen
Turnus – der Bundeswettbewerb und damit die Deutschen Meisterschaften im
Rettungsschwimmen statt. Trotz fünf erzielter
Qualifikationen in den letzten Jahren konnte daher erst zwei mal (2003 und
2005) eine Mannschaft der Kreiswasserwacht an einem solchen Bewerb teilnehmen,
um sich mit den besten Mannschaften der 18 weiteren Landesverbände zu
vergleichen. Beim Bundeswettbewerb in Weißwasser (LV Sachsen) erreichte die
in Stufe II angetretene Mannschaft einen hervorragenden 3. Platz.
Die deutschen Meisterschaften im Rettungsschwimmen für Jugendliche im Jahr
2005, für die sich auch unsere Stufe III Mannschaft qualifizierte, fanden in
Altötting statt. Nach einem langen, intensiven Training über die
Sommermonate 2005 konnte hier der bislang größte Erfolg in der
„Wettbewerbsgeschichte“ der Kreis-Wasserwacht Altötting erzielt werden
– das Team aus Altötting wurde Deutscher Meister.
Auch wenn sich diese gehäuften Erfolge
der letzten Jahre in Zukunft sicher nicht beliebig wiederholen lassen – das
im Rahmen der Wettbewerbe geleistete Engagement und der gezeigte Einsatz
sprechen in jedem Falle für die Leistungsfähigkeit der Jugendarbeit in den
Ortsgruppen sowie für die Jugendarbeit der Kreiswasserwacht.
(c) Kreiswasserwacht Altötting